Geflüchtete diskutieren am 24.04. um 19:00 Uhr mit Vertretern der Münchner Politik, Verwaltung und Wirtschaft, wie Qualität und Zugang zu Deutschkursen verbessert werden können.

Das Junge Bündnis für Geflüchtete München organisiert am 24. April einen Runden Tisch für Integration- und Bildungspolitik mit Geflüchteten und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zum Thema „Deutschkurse für Geflüchtete in München“. Bei diesem bayernweit ersten, partizipativen Runden Tisch für junge Geflüchtete werden in vertraulicher Runde Probleme erörtert und Lösungen erarbeitet. Auf Basis der Gespräche werden Anträge für den Stadtrat formuliert, um die Anliegen der Geflüchteten in die Politik hineinzutragen. Erwartet werden u.a. Maria Prem vom Amt für Wohnen und Migration, Gabriele Neff (FDP) und Sadeghi Ruzbeh (AWO).

„Unser Ziel ist, Geflüchteten mehr Mitbestimmung zu ermöglichen“, so Lea Richter, Sprecherin des Jungen Bündnisses für Geflüchtete. „Wir sind stolz, dass wir mit den Runden Tischen für Integration und Bildungspolitik ein Veranstaltungsformat entwickelt haben, das junge Geflüchtete in direkten Austausch mit Entscheidungsträgern der Stadt bringt.“

„Viele Geflüchtete aus so genannten „sicheren Herkunftsländern“ bekommen deutlich später einen offiziellen Deutschkurs. In meinem Umfeld musste ich feststellen, dass diese Diskriminierung zu großer Ungleichheit zwischen den Geflüchteten führt.
Ich hoffe, dass die runden Tische dazu beitragen, das Problem gemeinsam zu lösen.“ (Lina Homa, Heimaten e.V.)

Expert*innen sind sich darüber einig, dass Spracherwerb entscheidend ist für eine gelungene Integration. Die praktische Umsetzung jedoch verhindert einen zügigen und umfangreichen Spracherwerb: lange Wartezeiten von bis zu 1,5 Jahren, fehlende Informationsstrukturen, geringe Stundenzahl von oftmals nur zwei Wochenstunden und die unterschiedliche Behandlung von Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive gegenüber denen aus „sicheren“ Herkunftsländern. Darüber hinaus stellen auch das schwankende Niveau des Unterrichts, mangelnde Lehrkräfte und das Fehlen von Deutschkursen während der Berufsausbildung Probleme dar.

Kontakt für Rückfragen:
•    Martha Lippich (Junges Bündnis für Geflüchtete)
kontakt at junges-buendnis-fuer-gefluechtete.de
•    Lea Richter (Junges Bündnis für Geflüchtete)
kontakt at junges-buendnis-fuer-gefluechtete.de