Die Grenzen sind dicht, Europa versucht Abkommen mit Drittstaaten auszuhandeln und München ist schon längst kein Drehkreuz für ankommende Geflüchtete mehr. Was bedeutet das konkret für München und wie ist neben der aktuellen Situation der Blick in die Zukunft auf der stadtpolitischen und –gesellschaftlichen/Münchner Ebene? Hierzu lud das junge Bündnis heute/gestern für Geflüchtete fünf Gäste aus Verwaltung, Politik, Kirche sowie eine Jugendverbandsvertreterin mit Fluchterfahrung zu einer Podiumsdiskussion ins Haus des Christlichen Vereins Junger Menschen München (CVJM) ein.

VertreterInnen der Stadt, Parteien, Kirche sowie eine Jugendverbandsvertreterin diskutierten am 27. April im Haus des Christlichen Vereins Junger Menschen München (CVJM) intensiv zum Thema „Flucht und Asyl in München“. Nach einer kurzen Vorstellung des jungen Bündnis für Geflüchtete durch die Sprecherin Stephanie Dachsberger standen die Meinungen unsere Podiumsgäste zu folgenden Fragen im Fokus: Wie stehen Sie zu unseren drei zentralen Bündnis-Forderungen (Dezentrale Unterbringung, das Recht auf Bildung und mehr Mitsprache in Politik und Gesellschaft)? Was denken Sie über die aktuelle Situation in München? Ebenfalls beteiligt war das Publikum, welche nach der Diskussionsrunde die Zeit für Fragen an die Podiumsgäste (intensiv) nutzte. Moderiert wurde die Diskussion/das Ganze durch unser Bündnismitglied Rashid Elshahed.

Spannende und wichtige Fragen, die auf großes Interesse seitens der ca. 180 ZuschauerInnen stießen

„Gemeinschaftsunterkünfte sind unhygienisch, eng und laut. Sie bieten keine Privatsphäre und für Kinder und Jugendliche zu wenig Schutz vor gewaltsamen und sexuellen Übergriffen“, kritisierte Lina Homa, Vorstand der heimaten Jugend und forderte Verbesserungen beim Schutz von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. „Wenn wir Geflüchtete als gleichberechtigte Menschen behandeln wollen und sie wirklich als Teil dieser Gesellschaft anerkennen, dann sollen sie auch ein Recht auf Mitbestimmung haben“, so Homa weiter. heimaten Jugend e.V. setzt sich für die Inklusion junger Geflüchteter in der deutschen Gesellschaft ein.

„Gerade in Gemeinschaftsunterkünften, in denen Geflüchtete noch geraume Zeit leben müssen, sollte es institutionalisierte Strukturen der Beteiligung und Selbstorganisation geben“, ergänzt Markus Schön, Vertretung der Jugendamtleitung.

„Wer zu uns kommt, ist hoch motiviert! Wir sollten diese Motivation nutzen und positiv umsetzen – anstatt sie durch monatelanges Warten zu zerstören. Die beste Förderung ist eine schnelle Integration in Schule und Arbeit.“, so Dagmar Föst-Reich, FDP.

„Gemeinschaftsunterkünfte sind unhygienisch, eng und laut. Sie bieten keine Privatsphäre und für Kinder und Jugendliche zu wenig Schutz vor gewaltsamen und sexuellen Übergriffen“, kritisierte Lina Homa, Vorstand der heimaten Jugend und forderte Verbesserungen beim Schutz von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. „Wenn wir Geflüchtete als gleichberechtigte Menschen behandeln wollen und sie wirklich als Teil dieser Gesellschaft anerkennen, dann sollen sie auch ein Recht auf Mitbestimmung haben“, so Homa weiter. heimaten Jugend e.V. setzt sich für die Inklusion junger Geflüchteter in der deutschen Gesellschaft ein.

„Gerade in Gemeinschaftsunterkünften, in denen Geflüchtete noch geraume Zeit leben müssen, sollte es institutionalisierte Strukturen der Beteiligung und Selbstorganisation geben“, ergänzt Markus Schön, Vertretung der Jugendamtsleitung.

„Wer zu uns kommt, ist hoch motiviert! Wir sollten diese Motivation nutzen und positiv umsetzen – anstatt sie durch monatelanges Warten zu zerstören. Die beste Förderung ist eine schnelle Integration in Schule und Arbeit.“, so Dagmar Föst-Reich, FDP.

„Jeder, der einen Beruf erlernen will, der soll das dürfen – unabhängig von Status und von der Bleibeperspektive“, betont Marian Offman, CSU.

„Wer „ja“ zur Globalisierung sagt, der muss auch „ja“ zur Migration sagen. Die damit verbundenen Herausforderungen kann man durch intelligente, strategische Planung und intensivierten sozialen Wohnungsbau bewältigen“ so Dr. Günther Bauer, Leiter der Inneren Mission München.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den gelungenen Abend und ihr abschließendes Versprechen, sich weiter für die Verbesserung der Situation von Geflüchteten in München einzusetzen.